Wir schützen
wertvolle Freiräume
für Mensch
und Natur.

Dies ist notwendig, weil Grund und Boden nicht vermehrbar sind und in unserer Wachstumsregion der Bedarf an Fläche von allen Seiten sehr hoch ist – sei es zum Wohnen, zum Arbeiten, für Verkehr oder für die landwirtschaftliche Nutzung.

Die Region Bodensee Oberschwaben ist eine Zuzugsregion, in der aktuell rund 650.000 Menschen leben, Tendenz steigend. Dadurch ist der Siedlungsdruck hier besonders hoch, gleichermaßen für Wohnzwecke wie für Gewerbeansiedlungen. Auch besteht ein großer Bedarf an Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung. Sonderkulturen wie Hopfen, Wein oder Obst, aber auch Wiesen und Weiden im Allgäu prägen das Landschaftsbild, sind wichtige Wirtschaftszweige und tragen dazu bei, dass unsere Region weithin Bekanntheit genießt. Diese durchaus berechtigten Interessen gilt es seitens des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben abzuwägen mit der Notwendigkeit, wertvolle Naturräume zu erhalten – für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Holzbrücke über Altarm der Schussen; strahlend blauer Himmel über dem Naturschutzgebiet Eriskircher Ried am Bodensee (Foto: JM Soedher)

Einzigartige Landschaftsräume gib es in der Region Bodensee-Oberschwaben viele. Das Eriskircher Ried beispielsweise ist das größte und wertvollste Naturschutzgebiet am deutschen Oberseeufer. Bunte Feuchtwiesen, die Schussen mit ihren Altwassern, urige Auenwälder und die Flachwasserzone des Bodensees bieten vielen Tieren und Pflanzen einen unverzichtbaren Lebensraum – und den Besuchern die Chance, heimische Natur live zu erleben. Das Wurzacher Ried ist eines der größten Naturschutzgebiete und eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands. Es beherbergt eine ganz außergewöhnliche Pflanzen- und Tierwelt und für die Besucher eine ganz besondere Erlebniswelt. Das Durchbruchstal der Oberen Donau mit seinen steil aufragenden Felsformationen stellt ebenfalls eine landschaftliche Besonderheit dar.
Aber auch der Schutz wertvoller zusammenhängender Freiräume durch regionale Grünzüge steht im Fokus des Regionalverbandes. Diese dienen der Naherholung, dem Luftaustausch oder auch dem vorbeugenden Schutz vor Hochwasser. Um die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten in unserer Region auch in Zukunft zu erhalten, sind deren Biotope – also deren abgegrenzte Lebensräume – zu vernetzen. Dazu zählen Gewässerbiotope wie Seen, Teiche und Bäche, Feuchtbiotope wie Moore und Sümpfe sowie Biotopflächen wie Wacholderheiden und Streuobstwiesen.

Naturwiese (Foto: Frank Wagner)Seltene Tierarten gilt es bei uns zu erhalten oder wieder anzusiedeln. In Überlingen haben gezielte Maßnahmen dazu geführt, dass der zu den Ibisvögeln gehörende Waldrapp wieder bei uns heimisch geworden ist. Der seltene Zugvogel verschwand in Europa durch intensive Bejagung bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.